Inforeisen Weißrussland - Reiseveranstalter http://temp.entdecke.net

Inforeisen Weißrussland

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Inforeisen Weißrussland

Dauer: 5-17 Tage
Reisetyp: Inforeise
Kontakt: reise@entdecke.net

Tag 1

Wenn man die Aussagen über das heutige Weißrussland auf einen gemeinsamen Nenner bringen möchte, so würde man sich wohl auf folgendes Zitat festlegen – „Ein Land – besser als sein Ruf“. Und in der Tat sieht es oft aus, als ob Weißrussland immer noch nach seiner Identität suchen würde und des Öfteren den geraden Weg zum Ziel übersieht. Stattdessen immer noch im Dunkeln fragwürdiger politischer Prozesse und Verhältnisse tappt. Eingeengte und beschnittene Pressefreiheit, mundtot gemachte Oppositionelle und diktatorische Art das Land zu regieren sorgen für negative Schlagzeilen in westlichen Medien. Das Land voller recht apokalyptischer Ereignisse allein im 20. Jh. tritt den Klischeevorstellungen ganz resolut entgegen und erweist sich für Reisende als eine wahre Fundgrube längst vergessener Zustände. Als ein Fleck, in dem einheitlich geregelte Ödnis der meisten Reiseziele in Europa vor Spontanem und Unerwartetem zurücktritt. Herzlich willkommen im größten Binnenland Europas. Um die Mittagszeit landet Ihre Maschine am Flughafen in Minsk. Nach den üblichen Formalitäten werden Sie am Flughafen von unserem Reiseleiter empfangen, der Ihnen während der ganzen Reise mit Rat und Tat zur Seite steht. Sie quartieren im Hotel ein, haben ein bisschen Zeit zur Erfrischung und machen anschließend Ihre erste Bekanntschaft mit der weißrussischen Hauptstadt. Sie unternehmen eine Stadtrundfahrt durch die Altstadt (ehemalige Oberstadt), sehen die Unterstadt, das Gebäude der Nationalbibliothek, die orthodoxe „Heilig-Geist-Kathedrale“. Die Architektur ist für das westliche Auge ziemlich ungewohnt. Die Stadt war im Zweiten Weltkrieg zu 90% zerbombt und wurde im überbordend monumentalen Zuckerbäckerstil wieder aufgebaut. Sehenswert ist das alte Bernhardinerinnenkloster aus dem Jahre 1628 und das nach historischen Plänen wiederaufgebaute Rathaus von Minsk. Unterhalb der Altstadt, direkt am Ufer der Swislatsch, befindet sich die Traezkae-Vorstadt, ein rekonstruiertes altstädtisches Viertel aus dem 19. Jh. Am Fluss selbst sehen wir die Träneninsel mit dem Mahnmal für die in allen Kriegen gefallenen und ermordeten Weißrussen. Einen Palast der Republik hat die weißrussische Hauptstadt auch. Beim gemeinsamen Abendessen in einem gemütlichen Restaurant tauschen wir unsere ersten Eindrücke aus.

Tag 2

An diesem Tag brechen wir relativ zeitig auf, denn eine längere Tagesetappe erwartet uns. Wir fahren nach Nordosten zu den zwei ältesten Städten Weißrusslands – Polazk und Wizebsk. Unterwegs erkennen wir den ziemlich guten Zustand der weißrussischen Autobahnen, in Osteuropa bei weitem nicht immer der Fall. Um die Mittagszeit erreichen wir die älteste Stadt des Landes Polazk. Schutzwälle und Mauern sind Zeugen einer ereignisreichen Geschichte. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde Polazk noch im Jahre 862 und galt damals in Kiewer Rus‘ als wohl die bestbefestigte Burg. Von hier aus wurden die baltischen Untertanenländer im Westen kontrolliert. Die Zeiten ändern sich und die politische Gewichtung von Polazk hält sich heute nicht nur in Europa sondern auch in Weißrussland im Rahmen. Unverkennbar ist aber die Rolle, die die Stadt in der Geschichte Weißrusslands spielte, zumal viele wichtige Persönlichkeiten mit Polazk aufs Engste verbunden sind. Wir besichtigen die Sophienkathedrale (11. Jh.), die ihre Parallelen in den Sophienkathedralen von Kiew und Nowgorod hat, und den herrschaftlichen Anspruch der Fürsten von Polazk unterstrich. Im 12. Jh. wirkte in Polazk die Nonne und Schriftstellerin Euphrosyne von Polazk (1110 – 1173), die Klöster errichten ließ, Bücher übersetzte sowie Literatur und Kunst förderte. Sehenswert ist heutzutage das „St. Euphrosyne-Kloster“, das noch Bauteile aus dem 12. Jh. enthält und die Gebeine der Nonne ruhen, die heute übrigens als Schutzheilige der Weißrussen gilt. Auch der ostslawische Guttenberg – Francysk Skaryna war gebürtiger Polazker. Am späten Nachmittag erreichen wir die kulturelle Hauptstadt des Landes Wizebsk. Die Stadt selbst erlitt große Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, nur wenige Gebäude blieben erhalten, auch keine von den 70 damaligen Synagogen. Man würde kaum auf die Idee kommen, dass die Geschichte der Stadt schon über Tausend Jahre zählt. Wir besichtigen das alte Rathaus und den Gouverneurspalast aus dem 18. Jh., die Kasaner Kirche und die „Maria-Verkündigungs-Kirche“ aus dem 12. Jh.

Tag 3

Die Bezeichnung „Kulturhauptstadt des Landes“ verdankt Witebsk vielen Kunstveranstaltungen, die hier jährlich stattfinden, aber auch dem Elternhaus des russisch-jüdischen Malers und Grafikers Marc Chagall sowie dem Landhaus des russischen Malers Ilja Rjepin. Das Elternhaus von Marc Chagall wurde als Museum ausgestattet. Im Marc Chagall Art Center werden viele seiner Lithografien gezeigt. Zur Zeit Chagalls war Wizebsk ein wahres Laboratorium der Moderne, in welchem bedeutende Vertreter der europäischen Avantgarde experimentierten. Anschließend fahren wir zurück Richtung Minsk und besuchen das ehemalige Dorf Chatyn‘ – heute Nationale Gedenkstätte für alle von den Nazis zerstörten weißrussischen Dörfer. Im März 1943 wurde das Dorf samt allen Dorfbewohnern niedergebrannt und nach dem Kriegsende nicht wieder aufgebaut. Dieser Nachmittag ist eher den tragischen Ereignissen auf weißrussischem Boden gewidmet. Nun ist es leider zu betonen, dass die Geschichte dieses Staates so viele traurige Seiten hat, dass eine ganze Reise, geschweige an einem Tag, nicht ausreichen kann, um die Frage zu beantworten, wie viel Leid ein Volk ertragen kann. Weiter besichtigen wir die Gedenkstätte Kurapaty – ein bewaldetes Gelände nahe Minsk, auf dem die sowjetische Geheimpolizei NKWD im Zeitraum von 1937 bis 1941, verschiedenen Angaben nach, zwischen 50 und 250 Tausend Menschen, vornehmlich durch Erschießen, ermordete und begrub. Im Vorort von Minsk Maly Trostenec sehen wir das Mahnmal auf dem Gelände des größten Nazi-Vernichtungslagers auf dem Territorium der ehemaligen UDSSR. In den Kriegsjahren wurden hier über 200 000 Häftlinge vernichtet, vor allem Juden, aber auch Vertreter anderer Nationen.

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Auf der Webseite ist nur ein Teil der Reise dargestellt. Bei Interesse senden wir Ihnen selbstverständlich den ganzen Reiseverlauf. Kontaktieren Sie uns unter: reise@entdecke.net